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AUSSTELLUNG

 

"LEBENSLINIEN“

 

IN DER AMTHOFGALERIE - BAD CAMBERG

 Vernissage am 2. September 2012

 

Zwei verschiedene menschliche Naturen, zwei verschiedene Standpunkte

im Leben und auch zwei verschiedene Standpunkte in der Kunst haben

sehr harmonisch ihre jeweiligen Standpunkte vertreten

 und Bilder herausgebracht,

die es auch demonstrieren.

 

In der Amthofgalerie in Bad Camberg stellen im September die

Künstlerin  Karolina von Karlo Kampos und

die Künstlerin und Designerin Carola Julia.ne Weiser,

einen Teil ihrer gemeinsamen Werke dem Publikum vor.

Der Großteil der kompletten Ausstellung hängt

als Dauerausstellung in Frankfurt/Main im NH Hotel an der Zeil.

 

Das Besondere der gemeinsamen Werke ist gekennzeichnet durch

das gleichzeitige Arbeiten der Künstlerinnen an jeweils ein und demselben Bild.

Abgesehen von diesen Werken stellen die beiden Künstlerinnen auch eigene Werke aus.

 Frau Karolina von Karlo Kampos ist mit Gemälden vertreten und

 Frau Carola Julia.ne Weiser mit ihren Fotografien und Objekten.

 

Frau Karolina von Karlo Kampos wurde im sonnigen Mostar geboren,

dort wo Orient und Okzident sich berühren. Sie betrachtet sich als Weltbürgerin,

denn ihre Vorfahren stammen aus verschieden Ländern auf verschiedenen Kontinenten;

deren kultureller und spiritueller Einfluss spiegelt sich in ihren Werken auf vielfältigste Art.

Frau Carola Julia.ne Weiser wurde in Friedberg in Hessen geboren.

Ihr Studium der Visuellen Kommunikation und Design und

die anschließende Tätigkeit in ihrem Beruf brachte sie für viele Jahre in die Gegend am Niederrhein.

Heute lebt und arbeitet sie wieder in Hessen und widmet sich verstärkt künstlerischen Aktivitäten.

 

Dem Einfallsreichtum der beiden außergewöhnlichen Künstlerinnen

 mit ihrem besonderen Konzept kann sich kein Besucher entziehen.

 

 

 

 

 

 

 



MAGISCHE KUBUS-GESCHICHTEN


 AMTHOF- GALERIE IN BAD CAMBERG

 

 

 

 

                                                          AMTHOF-GALERIE JULI 2010

 

 


Vor etwa einem Monat bereitete die Künstlerin in Offenbach eine Ausstellung

Starke Frauen – blaue Träume“ die leider nicht statt finden konnte, da kurz

vor der Eröffnung 15 der Bilder von Unbekannt entwendet wurden. In diesem

Teil der Ausstellung blieb nur ein Bild einsam an der Wand hängen:

Die Madonna,

die heute auch hier ausgestellt ist.

Sie soll uns die Stärke der Künstlerin und ihren Glauben

an die Beständigkeit und Überlebenskraft der Kunst

auf dem stürmischen und mühsamen Weg des Schaffens zeigen.

Mit ihren Bildern erzählt sie Geschichten und beschreibt

die Wege und Unwegsamkeiten ihres Lebens.

Immer mit einer Priese der Magie,

der Träume, der Sehnsucht nach Unentdecktem,

Verborgenem oder Verlorenem.


Diesmal führte der Weg in Irrungen und Verwirrungen des magischen Kubus,

eines Imaginationsspiels, das mehr als ein Spiel ist. Es ist eine Erlebnisreise,

eine Reise der Selbstendeckung und Selbsterkennung,

eine Reise durch das eigene

ICH.

Der magische Kubus war nur der Wegweiser.

Eine Art des Reiseführers durch unwegsamen

Gefilde und Schluchten unsere Seele.

Und durch den magischen Kubus

sind Visionen und dann auch Bilder entstanden.

Diese Bilder können wir heute hier in der Amthof-Galerie betrachten

und uns auf die Entdeckungsreise begeben.



Durch viele Themen und Phasen auf ihrem

Weg festigt die Künstlerin ihre

typische Ausdrucksweise.

Sie geht mit Sehnsucht und fest entschlossen ihren Weg überzeugt,

dass der Weg eigentlich das Ziel ist.

Ich habe als Schlusswort

für diese Gelegenheit

ein Gedicht von Konstantinos Kavafis ausgewählt:


Der Weg nach Ithaka


Wenn du dich auf den Weg machst

Nach Ithaka

Bete dass der Weg weit sein möge

Voller Abenteuer, voller Erkenntnisse.

Hab immer Ithaka im Sinn.

Dort anzukommen ist deine Absicht.

Aber beeile dich nicht auf der Reise!


Damit sie noch viele, schönere Jahre andauert,

und als Greis sollst du endlich

an der Insel festmachen,

reich an Dingen, die du unterwegs

erworben hast, ohne zu erwarten, dass

Ithaka dir Reichtümer gibt.


Ithaka gab dir die schöne Reise.

Ohne es hättest du durch nicht auf den

Weg gemacht!

Aber darüber hinaus kann es

Dir nichts geben.

Und wenn du es ärmlich vorfindest

Ithaka hat dich nicht betrogen.

Da du so weise wurdest, so reich

An Erfahrung,

dürftest du schon verstehen, was

Ziele wie Ithaka bedeuten.


 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                  Laudatio: Larisa Vidic

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

AUSSTELLUNG 2009

 

WÜRDIGUNG ZUR VERNISSAGE DER AUSSTELLUNG VON

KAROLINA VON KARLO KAMPOS

 

ZUM THEMA : „STARKE FRAUEN“   4.6.2009

in BAD HOMBURG - TAUNUSSPARKASSE






 


 

In Kenntnis der Biografie und

der Person Karolina von Karlo Kampos möchte ich meinen Beitrag zur

 

heutigen Vernissage zum Thema

„Starke Frauen“

mit zwei Chansons beginnen.

Dass diese von einer

 

Frau gesungen werden,

versteht sich unter dieser Themenstellung von selbst,

dass diese Frau Milva

 

alias Maria heißt, ist kein Zufall,

ebenso wenig wie die Auswahl der beiden Liedtexte,

denen ich Sie

 

nun erst einmal bitte, genau zuzuhören.

 

( Lieder)

 

Als mich Karolina gebeten hat,

hier an dieser Stelle ein paar Worte zu sagen,

habe ich mir Gedanken gemacht,

 

 welche bekannten starken Frauen kann Sie mit ihren Bildern meinen?

 

Christina Aguillera, berühmt berüchtigter Superstar ,

das meint sie nicht, denn mit ihrem eigenen,

immer exponenten äußeren Kleidungsstil

(z.B. bekannt als Dame niemals ohne Hut)

will sie Menschen

bewusst

 
 

über ihr eigenes Ich irritieren und provozieren,

ihre wirkliche Persönlichkeit

zu

hinterfragen,

denn in Wirklichkeit

verabscheut sie äußerliche,

 

oberflächliche Menschen.  

 

Das krasse Gegenteil von Showbusiness wäre dann

das starke Vorbild der unzähligen anonymen Mütter ,

 

die stillschweigend und ohne Hoffnung um das Essen ihrer hungerleidenden Kinder

z.B. in Afrika kämpfen.

 

 

 

Auch diese kann Karolina als Starke Frauen nicht meinen ,

Ihnen würde sie mit aufopfernder Hilfe mit Ihrem

 

letzten Pfennig Essen bringen, 

damit ihre Kinder weiterleben,

denn sie ist bis heute eine Übermutter

 

für ihre eigenen Kinder.

 

Jeanne dÀrc könnte sie gemeint haben,

die durch göttlichen

 

Auftrag versucht hat ,

ihr Vaterland Frankreich zu befreien.

 

Da Karolina mir niemals über persönliche politische Aktivitäten

 

In ihrem Land

etwas erzählt hat schließe ich,

dass es auch nicht die starke politische Kämpferin ist,

 

die sie sich zum Vorbild genommen hat.

 

Näher liegend sind die Vorbilder der unzähligen,

anonymen Trümmerfrauen, die trotz all ihres emotionalen

 

Leides und des materiellen Verlustes nach dem zweiten Weltkrieg

nicht nur jammerten,

sondern männliche mentale wie körperliche Kräfte aufgebracht haben,

 

sich und denen ,die übriggeblieben waren,

ein neues zu Hause aufzubauen.

 
 
 
 
 

Obwohl ich mir jetzt schon fasst sicher war,

gefühlsmäßig der Schilderung von deinem Bild,

liebe

Karolina,

 

von der starken Frau recht nahe gekommen zu sein,

wollte ich mich wissenschaftlich

versichern und habe

 

im Lexikon

nachgesehen unter

stark :

 

 

 

Da fand ich : (germ.) kräftig, widerstandsfähig, ein starkes Heer, das starke Geschlecht,,die Männer,

 

ein starker Herr, in Jägersprache : ein starkes Geweih, starker Tee, starker Tobak, stark erkältet, und als

 

nächstes Stark Johannes, PhysikerIn all den Aufklärungen nicht ein einziges Mal ein weibliches Atttribut.

 
 
 

Das verwunderte mich überhaupt nicht aus einem Lexikon der 60iger Jahre. Obwohl es ja um 1900

 

bereits die unerschrockenen Malweiber wie z.B. Gabriele Münter, Marianne Werefkin etc.gab,

 

die die bis dahin von Männern dominierte Welt der Kunst befreit und sich mit Hilfe der Kunst selbst

 

emanzipiert haben.Diese Weiber könnte sie durchaus gemeint haben. Und ich bin mir sicher,

 

hätte Karolina damals schon gelebt, diese Gruppe wäre ohne sie als Malweib nicht denkbar gewesen.

 

Aber all das brachte mich in der Lösung meiner Aufgabe hier und heute auch nicht weiter,

 

Ihnen eine objektiv wissenschaftliche Definition und Erläuterung des Begriffes einer starken Frau

 

zu präsentieren.


 

So beschloss ich,

die Künstlerin selbst zu befragen,

 

wen oder was sie persönlich unter einer

starken Frau versteht:

 

Ihre Antwort war impulsiv und verblüffend wie sie selbst:


 

Maria.


 

Welche Maria ? stellte sich mir die Frage ?

 

Die Mutter Jesu ?

Du meinst doch nicht etwa die jungfräulich unbefleckte, reine Frauengestalt ?

 


Nein,nein, um Gottes Willen, nein,

 

ich meine

das Abbild der Maria,

die MichelAngelo

in seiner Pieta wiedergegeben hat.

 


Und was fasziniert dich an diesem Abbild M.A. als starke Frau ?


Er zeigt seine Verehrung als

Künstler in der Form,

indem er sie

nicht

einer theatralisch leidenden

Geste unterwirft,

sie hält ihren toten Sohn mit Würde,

ohne Mitleid und Ruhm für

sich selbst

erheischen zu wollen

und trägt ihr

Schicksal

als die von Gott

für sie

angekündigte

Aufgabe .


Um Ihre Aussage nachvollziehen zu können zeige ich Ihnen jetzt dieses Bild der starken Frau,die Karolina meint mit einem künstlerischen Kommentar
des Kunstkritikers R.Salvini :
„ von Leonardo angeregt, ist möglicherweise auch die neue Art, in der er das Licht, das den Körper
Christi wie poliert erscheinen läßt, 

zu den Hell- Dunkel-Effekten im Spiel der unzähligen Falten nutzt,

sodass es im zarten Halbschatten des Madonnenantlitzes gleichsam vibriert.
Zu dieser luministischen Konzeption, durch die die Gestalt Jesu herausgehoben wird,

aus der weniger lichterfüllten,

reicheren Masse der Madonna kommt die architektonische

Majestät der Komposition: ….

Sie beschwört mit höchster Kohärenz der Ausdrucksmittel ein Bild tiefer,

von Schmerz gesättigter Ruhe.

… So treffen sich bei M.A. Leid und Tragödie in Form auserlesenster, idealer Schönheit.“

 

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Elke Stillger

 


 


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